Kontaktformular

  • -
  •    

    Waldkindergarten EIGEN-SINN Freudenstadt:

    Kinder- und Jugendwerkstatt EIGEN-SINN GmbH Freudenstadt
    Badstraße 47
    72250 Freudenstadt

    Deutschland / Germany / Allemagne

    0152-29 24 98 06

 

Waldkindergarten EIGEN-SINN Freudenstadt:

 

Kinder- und Jugendwerkstatt EIGEN-SINN GmbH Freudenstadt
Badstraße 47
72250 Freudenstadt

Deutschland / Germany / Allemagne

 
  Telefon:   0152-29 24 98 06  
  E-Mail:   waki@kiwe-eigensinn.de  
 
  Verantwortlicher:   Christian Fai  
 
 

Ansprechpartner im Waldkindergarten "EIGEN-SINN" Freudenstadt:

Tamara Bossert, Erzieherin und Forstwirtin
Helmut Siegl, Erzieher und Diakon

 
 

Haftungsausschluss

 
  Diese Seite enthält Links zu anderen Seiten. Diese Seiten stehen nicht in unserem Zuständigkeits- und Verantwortungsbereich.

Für Inhalte und/oder Funktionsfähigkeit der Internetseiten Dritter, auf welche wir im Rahmen von Links hinweisen, sowie für mögliche Schäden im Zusammenhang mit der Nutzung dieser Seiten, übernehmen wir keine Gewähr.
 
 

Der Waldkindergarten EIGEN-SINN wurde 2011 in Freudenstadt eröffnet.

Natur, Fantasie, Kreativität – der Wald macht's möglich.

Fühlen, spüren, riechen – was der Wald bietet. 

 

Hören, sehen, entdecken - wer im Wald wohnt. Zudecken, hochheben, wegtragen - was der Wald so hergibt. Klettern, springen, rutschen - auf allem Holz und Grün des Waldes. Schwitzen, frieren, nass werden – bei jedem Wetter im Wald. 

Einatmen, ausatmen, hauchen - zu jeder Zeit im Wald. Ein Blatt streicheln, den Käfer berühren, einen Regenwurm retten – mitten unter Buchen, Tannen und Heidelbeerbüschen. Singen, reimen, Geschichten erfinden - weil Hänsel und Gretel sich im Wald verliefen…

 

Unsere Broschüre mit der Konzeption hier unten in "Downloads"

Waldkindergarten Freudenstadt

Wir suchen für September 2012 Verstärkung im Team:

ErzieherInnen mit Erfahrung und Sinn für die Natur…

 

Seit Juni 2011 gibt es den Waldkindergarten EIGEN-SINN in Freudenstadt unter der Trägerschaft der Kinder- und Jugendwerkstatt EIGEN-SINN Freudenstadt. Tamara Bossert und Helmut Siegl leiten den Waldkindergarten, in dem jetzt 20 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren betreut werden. Das Interesse am Waldkindergarten ist sehr groß, daher brauchen wir ab September 2012 kompetente Verstärkung und suchen zwei 100%-Fachkräfte. 

 

Außerdem suchen wir für das kommende Kindergartenjahr 2012/13 junge Menschen, 
die ein Praktikum bei uns absolvieren möchten.

 

Interessiert? Dann möglichst bald bei uns melden: 

Telefon 0152 / 29 24 98 06  oder per Mail: waki@kiwe-eigensinn.de

 

Verstärkung gesucht: ErzieherInnen

Erreichbarkeit – von 7.30 bis 9.00 Uhr – von 12.30 bis 13.30 Uhr

Wir sind während der Bring- und Abholzeit für Sie erreichbar unter:
Telefon 0152 - 29 24 98 06

Ansprechpartner im Waldkindergarten EIGEN-SINN Freudenstadt:

Tamara Bossert, Erzieherin und Forstwirtin
Helmut Siegl, Erzieher und Diakon

Informationen und Kontakt via E-Mail:
waki@kiwe-eigensinn.de

In erlebnisreicher Natur werden die Sinne besonders geschult.
Der Entwicklungsraum Wald bietet Kindern die Möglichkeit,
sich selbst und die Gruppe unmittelbar zu erfahren.
Gute Gründe für den Waldkindergarten.

Information | Kontakt

Der Mai ist da - Natur voller Energie - spielerisch kreativ

 
 

Bilderbuch - Mai

Wochenrückblick – Aktuell

Waldkindergarten EIGEN-SINN

 

Das war die Woche vom 14.05. bis 18.05.2012

 

Liebe Eltern,

 

gut kalt erwischte uns der Montag mit 2 Grad morgens früh. Die Sonne schien jedoch vom wolkenlosen Himmel, so dass wir den Morgenkreis in Jacken gehüllt unter freiem Himmel auf der Wiese feiern konnten. Conny wird jetzt 2 Wochen bei uns sein und die Wochenleitung übernehmen. Heute begann sie mit dem Thema vom Samen zum Baum.
Verschiedene Samen und Früchte schauten wir an und Conny erzählte, wie sich Samen von Fichten, Linden und Ahorn verbreiten und wie das bei Nüssen, Bucheckern und Kastanien geht (weiß man’s?). Sozusagen nebenher beobachteten wir mehrere Wachholderdrosseln, die auf der Wiese eifrig nach Futter suchten. Luka hatte Maikäfer und Mario ein Wespennest mitgebracht. Eine Wanderung in der Sonne und über die Bärenwiesen schloss sich an, samt kleiner Spielrunde auf dem Fahrrad-Verkehrsübungsplatz bei den Keplerschulen. Zum Abschluss feierten wir Paulines Geburtstag, in T-Shirts auf der Wiese.
 
Noch im Sonnenschein fuhren am Dienstag 20 Kinder und 4 Erwachsene im roten Linienbus um 8.02 Uhr nach Alpirsbach, dort um 8.40 Uhr weiter nach Rötenberg. Alle wanderten zum Haus von Helmut, wo es erst einmal Getränke, Gemüse und Geschrei gab, denn alle gut und mit dicker Wolle bekleideten Schafe kamen angerannt, um zu sehen, was es da zu (fr)essen gibt.  Gerne schnappten sie sich die Obst- und Gemüseschalen. Im Backhäusle entzündeten wir nun das Feuer und beobachteten, wann der erste Rauch aus dem Schornstein stieg. Das Feuer brennt. Nun wurde das „dicke“ braune Schaf unter interessierten Blicken geschoren. Ein dünnes, schwarzes Schaf und 2 Berge von brauner Wolle blieben übrig. Was lange währt, wird endlich wahr: jetzt ging‘s mit der Scher‘ an Helmuts Haar. Viele Kinder trauten sich alleine. Tamara hat den noch ungeübten SchneiderInnen geholfen, das eine oder andere Bartbüschel abzuschneiden. Zwischen Blumen- und Grasbüschel wanderten wir zum Kinderwald und den Kindern war abzuspüren, dass sie sich hier zwischen Gräsern, Büschen und Bäumen wie zuhause fühlen. Dass allerdings eine Schnur als Grenze um den Kinderwald gespannt ist, hat unsere Waldkinder doch eher befremdet. Hier mal klettern, dort mal balancieren, ein Holztippi erkunden oder das Waldsofa testen und den Barfußpark abschreiten, das war’s dann auch. Unter ersten Regentropfen kamen wir wieder am Backhäusle an. Auf 4 Blechen bereiteten wir gemeinsam Pizzen zu. Die Glut im Ofen bei Seite und die Bleche mit dem Einschießer in den Ofen geschoben und nach wenigen Minuten hatten alle genug zu essen -  im Regen unterm Vordach. Die Bleche waren fast leer und die Uhr zeigte 13.30 Uhr an. Das reichte noch für einen Kurzbesuch bei den Küken, die inzwischen doppelt so groß sind und fliegen können. Um 14.09 Uhr steigen alle wieder in den Bus und kamen glücklich und trocken wieder in Freudenstadt an, sechs davon schlafend.
 
Großes Erwachen am Mittwoch: bei 2 Grad liegt Schnee. Immerhin reichte es vor dem Morgenkreis zu 2 größeren Schneekugeln. Im Bauwagen erzählte Conny die Geschichte von der kleinen Blautanne, die nicht mehr wachsen wollte. Nach dem Vespern wollten vor allem die „Großen“ wieder zu den „Wassern“ unterm Bauhaus, in der großen Hoffnung, dass es jetzt, nach so viel Niederschlag wieder viel Wasser gibt. Begleitet von allen Niederschlagsvarianten des Himmels kamen wir zu den Gräben und das kalte geliebte Nass floss in Strömen. Nach wenigen Minuten hatten alle ihren Lieblingsspielplatz gefunden: im fließenden Wasser, am Wasserfall, im Schlamm, am Regenrohr, in der Pfütze oder im munter sprudelnden Braun des Bachbettes steinauf und felsab kletternd. Beim Ganzkörpereinsatz spielen Wetterkapriolen nur noch Nebenrollen, denn man versinkt ja förmlich in den zwei Ur-Elementen. Staudämme konstruieren, Steine fischen, Holzstücke angeln, Gräser schwimmen lassen, Schlammbilder malen, Lehmfiguren formen oder ein Wasserrädle bauen – da will niemand nach hause. Kurz schien die Sonne überm Abschlusskreis und ließ Dampf aus dem nassen Gras aufsteigen, ein Windstoß schob Wolkenfetzen in Windeseile unter der Sonne hindurch, dass man den Schattenumrissen, die über die Wiese huschten kaum folgen konnte  -  und eigentlich war ja nur Abschlusskreis. Die Kinder erzählten die Geschichte von der kleinen Blautanne nach und Conny verriet, dass Emma und Egon den ganzen Ausflug nach Rötenberg mitgemacht hatten. Die waren heut ganz schön „kao“.
 
Völlig verschwitzt waren die beiden Borkenkäfer am Freitag. Natürlich unbemerkt gesellten sie sich heute bei den Fontänen zur riesen großen Gruppe aus Kindern und Erwachsenen. Eine Gruppe aus der Mongolei, die mit Olfert Dorka die Kinder- und Jugendarbeit in Freudenstadt kennen lernen möchte, war auch bei uns zu Gast. Wie gewohnt schlenderten wir durch den Markt, kauften Brot, Käse, Wurst, Gurken und Karotten. Schon nach wenigen Minuten sah man einige unserer Kinder mongolische Hände haltend zwischen den Markständen schlendern. Ein Teil der Gruppe machte sich in der Badstraße ans Kochen, um uns mit einer mongolischen Spezialität zu überraschen. An der Feuerstelle richteten wir das Vesper und die Sommerkleidung, denn es wurde richtig heiß, vor allem von der Sonne her. Gut gestärkt und gekleidet sah man Kinder und Erwachsene spielend im Sand sitzen, über die Wiese rennen oder lachend beim Kinderkreiseln. Als würden die Gäste einfach dazugehören. Sie hatten aber auch eine sehr freundliche Nähe zu den Kindern, obwohl  nur 3 Frauen deutsch sprachen. Gegen halb zwölf läutete unsere Glocke und die Gäste servierten frisch von der Feuerstelle weg kleine gebackene Teigtaschen mit Fleisch- oder Kartoffelfüllung. Alle fanden’s sehr lecker, selbst Peter hat sich eins geschnappt und komplett verzehrt. Nach diesem Hauptgericht kam es zu intensiven Gesprächen mit den deutschsprechenden Gästen, ein paar Kindern und uns vom Team. Genauso intensiv und lustig war die zweite Spielrunde mit den restlichen Kindern und Gästen überall auf dem Gelände. Kurz vor dem Abschlusskreis überreichte uns die Leiterin eines Kinderheims in der Mongolei zuerst ein dreidimensional, aus Papier gestaltetes Hündchen samt Bilderrahmen, dann für die Erwachsenen kleine handgemachte Stiefelchen und Umhänger und für jedes Kind aus Filz liebevoll gestalteten Weihnachtsbaumschmuck, alles von den Heimkindern gebastelt. Wir werden die Schätze in guter Erinnerung behalten und die Gäste auch. Die Emma- und Egongeschichte wurde synchron übersetzt, sodass die Gäste das lebhafte Miterzählen und
-phantasieren der Kinder gut nachvollziehen und ergänzen konnten. Mitgesungen und mitgeklatscht haben sie auch, was den Kindern gut gefiel.
 
 

 

  weiter  

Wochenrückblick

Unser Waldkindergarten ABC

Für unseren Waldkindergarten haben wir
die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

Unser Waldkindergarten ABC ist hier unten
unter "Downloads" zu finden!

Oder lesen Sie unsere Informationen von A bis Z unter

  weiter  

Unser Waldkindergarten ABC

Grundlagen Waldkindergarten

Der Waldkindergarten ist eine Einrichtung ohne festes Gebäude,

in der sich die Kinder bei jedem Wetter und jeder Jahreszeit

im Freien aufhalten.

 

Der Waldkindergarten setzt ein Gegengewicht zu unserer

organisierten, von technischen Abläufen bestimmten Lebenswelt,

in der Sinnzusammenhänge immer weniger durchschaubar sind,

und in der die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten durch Vorgaben

beziehungsweise Vorfertigungen immer geringer werden.

 

  weiter  

Grundlagen Waldkindergarten

Anina hat ein großes Herz für Kinder

Anina ist die liebevolle Hundedame, die bei den Entdeckungstouren der mittlerweile 18 Kinder im Waldkindergarten dabei ist.

 

zum Pressebericht im Schwarzwäder Boten vom 19.01.2012

Anina im Schwarwälder Boten

Presse-Artikel & Buch-Tipps zum Thema Waldkindergarten, Pädagogik etc.:

Buch-Tipp: "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" von Michael Winterhoff. 

Kommentar von Heinz Bachmann lesen.

 



Ausserdem möchten wir Ihnen hier noch weitere exzellente Artikel zum Thema Wald und Natur empfehlen.

"So viel Wald wie möglich!" von Thomas Klingseis (siehe Downloads)
(Vorsitzender des WaKi Eichhörnchen in Tübingen und des Landesverbandes d. WaKis in BW.)

 

Der GEO-Artikel "Kinder, raus in die Natur!" von Andreas Weber (unter Downloads)
(dafür bekam er den Reporterpreis 2010.)
Download hier: Presseartikel im Greenpeace-Magazin

 

Noch ein Highlight von Andreas Weber: 
"Morgen Kinder wird's was geben" im Greenpeace-Magazin (Download)",
erschienen im Mai 2011

 



Ein neues Buch von Andreas Weber ist erschienen:
 

"Mehr matsch!" Kinder brauchen Natur"
erschienen bei Ullstein, Berlin, ISBN 978-3-550-08817-9 - Es sollte in jedem Haushalt, der sich mit Kindern und Natur (und WaKiga) beschäftigt, zum Standardwerk werden: absolut auf dem neusten Stand, tiefgründig und voller erstaunlicher Forschungsergebnisse bis hin zu vielen lebenspraktischen Vorschlägen und Ideen...

Text aus dem Bucheinband: " Wie riecht Wald? Wie fühlt sich ein Baumstamm an? Wie sieht ein Rotkehlchen aus? Statt Frösche zu fangen, Baumhäuser zu bauen oder mit beiden Händen im Matsch zu wühlen, sitzen Kinder vor dem Fernseher oder Computer. Ohne Nähe zu Pflanzen und Tieren aber verkümmert ihre emotionale Bindungsfähigkeit. Empathie, Phantasie, Kreativität und Lebensfreude verschwinden. Andreas Weber, Philosoph, Biologe und Vater von zwei Kindern hat ein beherztes Plädoyer für die Rettung der Kindheit geschrieben. Er ermuntert Eltern, mit ihren Kindern eine eigenes Gemüsebeet anzulegen, auch bei schlechtem Wetter nach draußen zu gehen und Brachen ausfindig zu machen, wo der Nachwuchs tun und lassen kann, was er will. Eine solche Schule der Sinne ist wichtiger als Faktenlernen. Spiel und Selbstbestimmung in einer von selbst gewordenen, nicht von Erwachsenen künstlich gefertigten Welt sind unabdingbar für die Entwicklung einer gesunden, humanen Persönlichkeit."



 

Tipp in der ZEIT lesen (ZEIT online):
Richard Louvs "Das letzte Kind im Wald?" führt zu den Ursprüngen von Naturerfahrung.

 

Buch-Tipp: Das letzte Kind im Wald von R. Louv
 
 
Sammeln, nass werden, Spuren lesen
Kinder müssen in die Natur
von Solveig Bach 
 
Die Geburt von kleinen Kätzchen miterleben. In einer Sommernacht draußen schlafen und ergriffen in die unendliche Weite eines Sternenhimmels blicken. Verschiedene Käfer oder Gräser beim Namen kennen. Die Generation, die gerade heranwächst, könnte die erste sein, die all das nicht mehr erlebt und der damit etwas fehlt, dessen Tragweite wir gerade erst zu erfassen beginnen.
 
Der amerikanische Journalist und Umweltaktivist Richard Louv entwickelt in seinem Buch "Das letzte Kind im Wald" eine Idee davon, was das Fehlen der Natur beim Aufwachsen der Kinder bewirken könnte. Er hat dafür den Begriff der "Naturdefizit-Störung" erfunden. Dabei geht es um weit mehr als den Verlust schöner Erinnerungen an einen Ausflug. Louv weist nach, dass Kinder, die im Kontakt mit der Natur sind, nicht nur ausgeglichener, sondern auch klüger und kreativer sind. Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings auch, dass Kinder, die diese Berührungen nicht mehr haben, ungesünder aufwachsen, eher hyperaktiv, aggressiv oder übergewichtig sind. Es darf auch ein Kletterwald sein.
 
Natur macht sanft
Louv belegt diese Thesen mit aktuellen Studien, unter anderem aus Deutschland. So weisen Untersuchungen nach, dass Kinder, die auf nichtbetonierten Schulhöfen oder Spielplätzen spielten, kreativere Spiele entwickelten, in die mehr Kinder einbezogen wurden. Dabei ging es friedlicher zu, als in einem naturfernen Umfeld. Einige Forscher gehen inzwischen sogar soweit, die besonderen Fähigkeiten, die bei der Naturbeobachtung geschult werden, als eine besondere Form von Intelligenz zu sehen. Das hieße dann Abschied zu nehmen von einem Intelligenzbegriff, der sich bisher ausschließlich an sprachlichen bzw. logisch-mathematischen Fähigkeiten orientiert.   
An der Entfremdung der Kinder von der Natur sind viele Faktoren beteiligt, in den hoch entwickelten Industriestaaten hat die Wildnis kaum noch Platz. Aber selbst wenn sie noch rudimentär vorhanden ist, scheuen wir sie. Eltern sind ängstlich, wenn ihre Kinder auf Bäume klettern. Sie kontrollieren ihre Kinder überbesorgt so sehr, dass denen die Freiheit zum Spielen abhanden kommt. Sie fahren sie überall mit dem Familienauto hin. Oder Kinder lernen alles über den Amazonas und die Bedrohung des Regenwaldes, kennen aber den Park um die Ecke oder den Bach in der Nähe des Hauses nicht mehr.
 
Niemals langweilig
"Das letzte Kind im Wald?" ist bei Beltz erschienen und kostet 19,95 Euro
Dabei ist die Natur ein unglaublich geduldiger Lehrer. Sie vermittelt Geborgenheit und lehrt Respekt, sie senkt den Blutdruck und regt die Sinne an. Sie ist niemals langweilig, sondern voller zu entdeckender Spiele und Räume, sie fördert das Selbstbewusstsein und gibt emotionale Stabilität. Dann kann die Natur sogar ein Heiler sein, Louv macht dies am Beispiel von ADHS-Kindern deutlich. Dazu bedarf es keiner weiten Savannen oder Urwälder, es reichen auch Parks und Gärten oder ein eigenes Aquarium.
Es ist ein leidenschaftliches Plädoyer, dass Louv für die Wiederbegegnung mit der Natur hält. Er lässt Menschen mit ihren Erinnerungen zu Wort kommen, als sie Angeln waren oder einen Sonnenaufgang in Farben zu fassen suchten, als sie sahen, wie ein Fischreiher sich in die Lüfte erhob. Und er bietet jede Menge Ideen, was jeder tun kann, um Kindern die Natur wieder nahezubringen.
Wohnsiedlungen können natürliche Pfade und Wasserwegen enthalten, Kinder können Baumhäuser bauen oder Gemüse pflanzen. Dann kommt auch der Zauber zurück, der Menschen beispielsweise dazu bringt, Listen von unhörbaren Geräuschen anzulegen. Auf ihr könnte stehen: das Fallen von Schnee, das Trocken von Tau auf Gras oder die Färbung eines Blattes im Herbst.

 


 

 

Mobiler Wetterschutz für Waldkindergarten: neuer Bauwagen…
Presseartikel vom 23.12.2011 im Schwarzwälder Bote lesen

 

Presseartikel Schwarzwälder Bote vom 16. Mai 2011 (siehe Downloads)

Presseartikel der Südwestpresse vom 6. Mai 2011 (siehe Downloads)

 

Presse-Artikel & Buch-Tipps

Kinder Kommunikation - Artikel von Andreas Weber im GREENPEACE MAGAZIN 03-2012

Wieder ein interessanter Artikel im GPM-Magazin von Andreas Weber:

Wie erklären wir unseren Kindern die Umweltkrise… jetzt lesen (Download)

 

Mit freundlicher Genehmigung des Greenpeace Magazins: 

www.greenpeace-magazin.de

Kinder Kommunikation

Waldkindergarten Freudenstadt gestaltet Passionsweg

Bericht im Evang. Gemeindeblatt für Württemberg 12/2012
von Bärbel Altendorf-Jehle lesen: Von der Krone bis zum Kreuz.

Pressebericht unter Downloads

 


Einführung und Idee  zum Passionsweg aus Baumstammstücken  2012 

 
Für den ersten Passionsweg des Waldkindergartens Eigen-Sinn in Freudenstadt wurde der Stamm einer vom Sturm entwurzelten Fichte in 7 mannshohe Stücke zersägt. 
 
Mit dem untersten Stück des Stammes  beginnt die erste Station, am Boden, am Anfang: Eine Frau (Maria) salbt Jesus mit kostbarem Nardenöl  -  am Boden, am Anfang des Leidensweges Jesu. 
Als König ist ER eingezogen, das symbolisiert die heraus gesägte Krone und zum König wurde ER gesalbt. Ein kleines Glasgefäß erinnert an das Salböl der Maria.  (Johannes 12, 1-9)
 
Das nächste Baumstammstück, die zweite Station, zeigt das Stadttor und die Zinnen Jerusalems. Ein Kleidungsstück und Palmzweige erinnern an den Einzug Jesu in Jerusalem. (Joh. 12, 12-15)
 
Bei der dritten Station erkennt man einen überdimensionalen Weinkelch, der symbolisieren will: Jesus gibt sich für alle Menschen in den Tod und ER schenkt in Wein und Brot allen Menschen das ewige Leben mit IHM.  Im Inneren des Stammes, wie durch ein Fenster schauend, sind Brot und Weinkrug als Zeichen für das erste Abendmahl Jesu zu sehen.  (Markus 14, 12-26)
 
Die Fußwaschung ist Thema der vierten Station: Nach dem Abendmahl wäscht Jesus seinen Jüngern die Füße. Üblicherweise tut dies ein Knecht des Hauses vor dem Essen. Jesus sagt seinen Freunden: "Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit ihr tut, was ich euch getan habe."  (Johannes 13, 1-17)
 
Die fünfte Station handelt von Jesu Verhaftung, dem Verhör und seiner Verurteilung. Die Wasser-
schale, in der Pilatus seine Hände wusch, ein Gefängnisfenster mit Seil und Kettenstücken und die Dornenkrone als schrecklichstes Zeichen der Verspottung Jesu. (Markus 14 und 15 und Matthäus 27)
 
Der Hahn auf der kirchturmähnlichen Spitze des nächsten Fichtenstammstückes erinnert unweigerlich an die Verleugnung des Petrus  -  die sechste Station. Das Motiv einer Kirche ist jetzt fast ganz unten aus dem Stamm herausgearbeitet. Ein kleines Feuer brennt im Inneren, wie bei Petrus im Hof des Hohenpriesters.  (Johannes 18, 15ff  und  Matthäus 26, 75)
 
An der letzten, der siebten Station ist das letzte Stück des zerbrochenen Stammes aufgestellt. Am Boden liegt ein Stück der abgebrochenen Baumkrone. Ein Kreuz ist ganz unten, am Boden herausgearbeitet. Zum Hindurchschauen – wenn man sich bückt oder noch besser: hinkniet.  Mit dem Kreuz  und dem Tod Jesu ist scheinbar alles aus, zerstört, am Boden zerstört und tot, wie der Baumstamm  -  vom Sturm getötet. Doch wer hindurch sehen kann, wird entdecken: es geht tatsächlich durchs Kreuz hindurch und hinter dem Kreuz weiter.

 
In einer Osternachtfeier wird das Licht der Welt noch im Dunkel der Osternacht entzündet und bei Sonnenaufgang mit der Osterkerze hinausgetragen in die Welt und zu den Menschen: Christus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden.
 
Die Osterkerze ist mit einem durchbrechenden Kreuzmotiv gestaltet.                       
                                            
Waldkindergarten  Eigen-Sinn Freudenstadt  Helmut Siegl
 

Informationen zum Passionsweg und den einezlnen Stationen unter Downloads

 
 

  weiter  

Passionsweg